Museum für Natur und Umwelt

Walskelett im Museum für Natur und Umwelt in Lübeck

Von Pflanzen, Tieren, Gärten, Fischen und Dinosauriern: Das Lübecker Museum für Natur und Umwelt macht Biologie auch für Laien verständlich – und Spaß hat man dabei auch noch! Zudem erleben Sie das ganze Jahr über Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Naturthemen.

Kristallmagie – Verborgener Zauber dunkler Turmaline

Nach der Sonderausstellung „Bis auf die Knochen“ folgen Kristalle: Bereits seit Jahrtausenden faszinieren Mineralien die Menschen. Turmaline sind eine Gruppe von Mineralien, die in zahlreichen Formen und Farbvarianten vorkommen. Da es sie in nahezu allen Farben des Spektrums gibt, werden sie auch als „Edelsteine des Regenbogens“ bezeichnet. Die bunten Varianten – wie der rote Rubellit, der grüne Verdelith oder der blaue Indigolith – sind schon seit Jahrhunderten als Sammlungsobjekte und Schmucksteine sehr beliebt. Erst vor einigen Jahren wurde entdeckt, dass auch die häufig vorkommenden Kristalle der schwarzen Turmalinart „Schörl“ Farben im Inneren verbergen. Mit Hilfe der Mikrofotografie gelang es dem Chemiker und Kurator der Ausstellung Dr. Paul Rustemeyer, die beeindruckenden Kristallbilder der Dünnschliffe einzufangen und mineralogisch zu interpretieren. Dabei gleicht kein Kristall dem anderen. Für Dr. Rustemeyer liegt gerade darin der besondere Reiz der Ausstellung: „Es ist jedes Mal ein magischer Moment, wenn eine schwarze Kristallscheibe beim Schleifen immer transparenter und farbiger wird und dann ihre einzigartigen Strukturen zu erkennen gibt.“

Lübeck blüht auf: Gärtnern war und ist stets ein Teil der Museumsarbeit

Lust auf Laube und Liebstöckel

Von privaten Gärten, Kleingärten, Höfen und Gängen über die Begrünung an Fassaden bis hin zu Gemeinschaftsgärten – das Grün spielt in Lübeck eine große Rolle. Dabei sind die Gärten mehr als nur schön anzuschauen: Sie sind auch Lern- und Arbeitsorte, bei denen das Miteinander oftmals genauso wichtig ist wie das Gärtnern an sich. Und natürlich haben sie auch eine wichtige Funktion für die Umwelt. Die Vielfalt und den sozialen, kulturellen und ökologischen Wert dieser grünen Lübecker Oasen zu schützen ist ein Teil der Museumsarbeit.

Rückblick: Abgetaucht in Lübeck

Vom 3. Februar bis 1. September 2024 zeigte das Museum die Sonderausstellung „Grundwasser lebt!“ des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Es ging dabei um die Entstehung, nachhaltige Nutzung und den Schutz des Grundwassers. Die viersprachige Ausstellung bot mithilfe innovativer Technik verschiedene interaktive Stationen für jung und alt, so zum Beispiel eine virtuelle U-Boot-Fahrt durchs Grundwasser: Mit zwei kleinen Steuerknüppeln ging es durch eine Grundwasserhöhle. Auf die Größe einer Assel geschrumpft begegneten wir den winzigen Meeresbewohnern. Wir sahen eine Brunnenschnecke, den Urringelwurm und sogar einen Grottenolmn.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung war das Augmented-Reality-Sammelspiel StyGo!“, das zu einem Spaziergang durch die Lübecker Altstadtinsel einlud und das junge Publikum ansprechen sollte. Bei dem Spiel galt es, digitale Karten mit Grundwassertieren zu sammeln, die sich in der Ausstellung wiederfanden.

Dr. Susanne Füting, Leiterin des Museums, sagte anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Ohne Wasser ist Leben nicht denkbar! Lebewesen im Grundwasser-Ökosystem und Filterung im Boden sorgen für eine hohe Qualität des Grundwassers. Wir müssen diese essentielle Ressource schützen und Sorge tragen, dass die Grundwasserspeicher immer gut gefüllt sind.“

Museum Natur und Umwelt in Lübeck