Museum für Natur und Umwelt

Dinosaurier im Museum für Natur und Umwelt in Lübeck

Von Pflanzen, Tieren, Gärten, Fischen und Dinosauriern: Das Lübecker Museum für Natur und Umwelt macht Biologie auch für Laien verständlich – und Spaß hat man dabei auch noch! Zudem erleben Sie das ganze Jahr über Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Naturthemen.

Die neue Ausstellung „Bis auf die Knochen“ gibt Einblicke in die Evolution, Anatomie, Physiologie sowie in die Prozesse beim „Versteinern“ von Knochen. Zu sehen sind über 100 Objekte aus den Bereichen Zoologie, Paläontologie, Archäologie, Kunst und Ethnologie vom Zeitalter des Jura bis in die Gegenwart. Von der Fledermaus bis hin zum Flusspferd: Die Exponate stammen größtenteils aus den naturwissenschaftlichen Sammlungen des Hauses und werden zum ersten Mal im Museum präsentiert. Sie stammen aus Afrika, Nord- und Südamerika, Asien, Europa, den Weltmeeren sowie aus der Region. Darüber hinaus gibt es auch ausgewählte Gegenstände aus der Lübecker Sammlung Kulturen der Welt sowie lokale Funde der städtischen Archäologie und Denkmalpflege. Ein besonderes Highlight ist das Knochenwesen „Leviathan“ der Künstlerin Käthe Wenzel. Die Ausstellung wurde von der wissenschaftlichen Volontärin Kira Hinrichs zusammen mit der Direktorin des Museums für Natur und Umwelt Dr. Susanne Füting kuratiert. Sie ist bis zum 13. September zu sehen.

Lübeck blüht auf: Gärtnern war und ist stets ein Teil der Museumsarbeit

Lust auf Laube und Liebstöckel

Von privaten Gärten, Kleingärten, Höfen und Gängen über die Begrünung an Fassaden bis hin zu Gemeinschaftsgärten – das Grün spielt in Lübeck eine große Rolle. Dabei sind die Gärten mehr als nur schön anzuschauen: Sie sind auch Lern- und Arbeitsorte, bei denen das Miteinander oftmals genauso wichtig ist wie das Gärtnern an sich. Und natürlich haben sie auch eine wichtige Funktion für die Umwelt. Die Vielfalt und den sozialen, kulturellen und ökologischen Wert dieser grünen Lübecker Oasen zu schützen ist ein Teil der Museumsarbeit.

Rückblick: Abgetaucht in Lübeck

Vom 3. Februar bis 1. September 2024 zeigte das Museum die Sonderausstellung „Grundwasser lebt!“ des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz. Es ging dabei um die Entstehung, nachhaltige Nutzung und den Schutz des Grundwassers. Die viersprachige Ausstellung bot mithilfe innovativer Technik verschiedene interaktive Stationen für jung und alt, so zum Beispiel eine virtuelle U-Boot-Fahrt durchs Grundwasser: Mit zwei kleinen Steuerknüppeln ging es durch eine Grundwasserhöhle. Auf die Größe einer Assel geschrumpft begegneten wir den winzigen Meeresbewohnern. Wir sahen eine Brunnenschnecke, den Urringelwurm und sogar einen Grottenolmn.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung war das Augmented-Reality-Sammelspiel StyGo!“, das zu einem Spaziergang durch die Lübecker Altstadtinsel einlud und das junge Publikum ansprechen sollte. Bei dem Spiel galt es, digitale Karten mit Grundwassertieren zu sammeln, die sich in der Ausstellung wiederfanden.

Dr. Susanne Füting, Leiterin des Museums, sagte anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Ohne Wasser ist Leben nicht denkbar! Lebewesen im Grundwasser-Ökosystem und Filterung im Boden sorgen für eine hohe Qualität des Grundwassers. Wir müssen diese essentielle Ressource schützen und Sorge tragen, dass die Grundwasserspeicher immer gut gefüllt sind.“

Museum Natur und Umwelt in Lübeck