Vom Mittelalter zu Marc Chagall

Kunsthalle St. Annen

Die Kunsthalle St. Annen in Lübeck

Unternehmen Sie einen Rundgang durch die geschichtsträchtigen Gänge des ehemaligen Klosters St. Annen. Das St. Annen-Museum zeigt derzeit als Dauerleihgabe einen ganz besonderen Schatz: Die Danziger Paramente. Dabei handelt es sich um kostbarste Gewänder für den Gottesdienst aus dem Besitz der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Die 103 Objekte, unter denen sich verschiedenste kirchliche Gewänder befinden, zählen zu den herausragenden Stücken spätmittelalterlicher Textilkunst in Europa. Sie zeugen von höchster handwerklicher Kunstfertigkeit und den weitreichenden Handelsnetzwerken der hansischen Kaufleute im 15. Jahrhundert: Zur Herstellung der Gewänder wurden Stoffe aus Italien und dem Iran verwendet. Sehen Sie selbst!

Schätze aus Lübeck

„Verlagert. Die Kunst in Bewegung“ präsentierte im letzten Jahr verborgene Schätze aus den Depots des Museumsquartiers St. Annen. In der Ausstellung war eine beeindruckende Bandbreite an Kunst aus neun Jahrhunderten vertreten, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt worden sind: Vom barocken Silberschatz des St. Annen-Museums über Gemälde aus dem Museum Behnhaus Drägerhaus bis zur Kunst der Gegenwart, darunter die von international renommierten Künstlern wie Willi Baumeister, Lea Grundig, Ernst Wilhelm Nay, Markus Lüpertz, Jonathan Meese und Sigmar Polke. Gezeigt wurden religiöse Artefakte und Silberschätze, Gipsabgüsse antiker Skulpturen und seltene Werke wie ein Selbstporträt von Marc Chagall sowie ein signiertes Kissen von Andy Warhol.

Kunsthalle St. Annen

Erleben Sie die neue Sonderausstellung

„Unterwegs“ lautet das diesjährige Motto der LÜBECKER MUSEEN. Passend dazu nimmt die Lübecker Sammlung Kulturen der Welt eine der bekanntesten Handels- und Reiserouten seit der Antike in den Blick: „Der Lübecker Divan. Ein Reiseführer für die Seidenstraße“. Im Fokus stehen die Beziehungen zwischen Lübeck und den Ländern Ost- und Zentralasiens bis in die Gegenwart, veranschaulicht durch 96 Exponate aus 18 Ländern, darunter die Zentralasien-Sammlung des ersten Direktors des Lübecker Völkerkundemuseums aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der Titel der Schau wird dabei ganz wörtlich genommen, da sie auf klassische Museumstexte verzichtet, sondern den Besuchenden die Thematik mittels Infoboxen im Jargon von Reisehandbüchern vermittelt. Zudem bietet die Sammlung Kulturen der Welt im Herbst auch erstmalig eine begleitete Reise durch Turkmenistan und Usbekistan an. Die Ausstellung wurde vom Sammlungsdirektor Dr. Lars Frühsorge zusammen mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Olaf Günther kuratiert und ist bis zum 30. August 2026 zu sehen.

Startfrei zur Seidenstraße…